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Polizei vs. Abiturient_innen

Stuttgarter Zeitung (bzw. Polizei-Pressemeldung):

Sindelfingen – Bei der Abschlussfeier eines Abitur-Jahrgangs in Sindelfingen (Kreis Böblingen) sind zwei Polizisten verletzt worden. Die Beamten seien von Besuchern der Feier in der Nacht zum Sonntag beleidigt und angegriffen worden, teilte die Polizei mit. Einer der Abiturienten schlug einem Polizisten mit der Faust ins Gesicht. Sieben Polizeistreifen waren nötig, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Polizisten wehrten sich mit Pfefferspray vor den Angreifern, die den Angaben zufolge betrunken waren. Zwei Jugendlichen wurden festgenommen. Die Polizei war zu der Feier gekommen, weil sich Nachbarn über laute Musik beschwert hatten.

vs. Indymedia:

Am Sonntag Morgen um 3.30 Uhr beendete die Poilzei den Ausklang der Abschlussfeier der Abiturient_innen des Goldberg-Gymnasiums in der Sindelfinger Stadthalle gewaltsam. Die wohl wegen Ruhestörung gerufene Polizei reagierte gegen musizierende Gäste und Umstehende mit Schlagstöcken, Pfefferspray und Festnahmen.

Nachdem die Abschlussfeier offiziell um 3 Uhr beendet war, blieben einige Gäste noch vor der Stadthalle versammelt um die gemeinsame Schulzeit und den Abend ausklingen zu lassen. Dabei bildete sich eine kleine Gruppe, die gemeinsam zu Gitarrenmusik und Getrommel sangen und feierte. Dabei wurden unter Anderem auch Lieder mit negativem Bezug auf die Polizei angestimmt. Wie so oft erschien diese daraufhin um dem Ganzen ein Ende zu setzen… Aber nicht wie erwartet durch einen Hinweis auf Ruhestörung, ein Platzverweis oder ähnliches. Nein, durch einen, ohne eine vorherige verbale Vorwarnung ausgeführten Hieb mit dem schnell gezückten Schlagstock auf den Gitarristen.

Daraufhin griffen andere Anwesende ein, was dazu führte, dass an Ort und Stelle noch die ersten Handschellen angelegt und viele Umstehende rücksichtslos beiseite gestoßen wurden. Als die beiden Polizisten, nachdem sie Verstärkung angefordert hatten, zwei Abiturienten durch das Gebäude abführen wollten, kam es erneut zum Einsatz von Schlagstöcken und später im Innenbereich zum Einsatz von Pfefferspray. In diesem Gemenge stürzte einer der Festgenommen, und lag aufgrund der bereits angelegten Handschellen hilflos am Boden. Einer der Polizisten nutzte die Situation um ihm ins Gesicht zu treten…

Nachdem zwei der Ballbesucher mit auf die Wache genommen wurden, stellte die Polizei die Personalien zahlreicher Gäste fest und beschlagnahmte zum Teil Handys mit Film- und Fotomaterial der Übergriffe.
Auf dem Revier wurde den Festgenommen erneut Gewalt angedroht und Rechte, wie beispielsweise Telefonate verweigert. Beide sind nach kurzer Zeit wieder freigelassen worden, haben jedoch, wie einige andere auch, zahlreiche blaue Flecken und offene Wunden davongetragen.

Kein weiteren Fragen.

Squat Tempelhof. Was war da los?

Da fehlen einem die Worte. Wo blieb die Berichterstattung? Ich jedenfalls habe zu diesem Übergriff nichts in den Medien gelesen/gehört/gesehen. Gefunden habe ich es dann zufällig auf Xcriptor.twoday.net.

Ganz zu schweigen von der Aktion:
Waffe tempelhof

Links:
http://www.metronaut.de/?p=927
http://www.freitag.de/alltag/0925-flughafen-tempelhof-besetzung
http://tempelhof.blogsport.de/
http://tfa.blogsport.de/

Nazi-Zeitungen beim netten Kiosk von nebenan

Heute beim Kiosk an der Ecke sprach ich die Frage aus, die ich mir schon öfters gestellt hatte: „Warum Verkaufen sie die Deutsche Stimme? Das ist die NPD-Parteizeitung!“
Die Standard Antwort die auch schon ein anderer Blogger dessen Namen mir nicht einfällt bekam:
Laut dem Gesetz seien sie verpflichtet sofern nachfrage besteht die Jeweilige Zeitung anzubieten. Auf die Frage warum die Zeitung zentral liegt und jedem der hereinkommt ins Auge springen muss sagte sie ich solle mich bei der Geschäftsleitung beschweren. Auch als ich nachhakte und vorschlug das man die Zeitung in irgendeine Ecke legen würde oder einfach durch eine andere drüber liegende Zeitung verdecken würde ging sie nicht auf meinen Vorschlag ein.

Welche rechts(extremen) Zeitungen sind weit verbreitet?
Erst einmal die Junge Freiheit die sich nicht zu ihrer Politischen Richtung auf Anfragen hin äußern möchte und auch gesellschaftskritische Artikel wie man sie eher bei links gerichteten Zeitungen erwarten würde.
Vor kurzem erst druckte die „Junge Freiheit“ ein Interview mit dem stellvertretende Vorsitzende der Piratenpartei (die ich in das links-liberale Spektrum einordne) ab.
Sie hatten ohne Nennung des Namens ihrer Zeitung eine Interview-Anfrage und gebeten dieses möglichst schnell zu führen damit es noch vor Redaktionsschluss veröffentlicht werden könnte. (Link: 1 | 2)
In der „Jungen Freiheit“ schrieben auch hohe Mitglieder der NPD und in der Zeitung wimmelt es nur so von Völkisch-rassistischen Artikeln.

Die Zweite rechtsextreme Zeitung ist die „DS“ („Deutsche Stimme“).
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Stimme

Die „Deutsche Stimme“ (DS) ist das Parteiorgan der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD). Die Zeitung wird vom NPD-Bundesvorstand herausgegeben und erscheint monatlich im Deutsche-Stimme-Verlag. Die Deutsche Stimme wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Die Druckauflage beträgt nach Angaben des Blattes 25.000 Exemplare.

Also: Fragt bei dem/der ZeitungsverkäuferIn eures Vertrauens und falls der Verkauf mit dem irgendeinem Gesetz begründet wird schlagt die Verbannung der Zeitung(en) in eine der Hinteren ecken des Ladens vor!

Links:
http://de.indymedia.org/2009/12/268189.shtml
http://www.netz-gegen-nazis.de/frage/deutsche-stimme-am-kiosk
http://endstation-rechts.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1587&Itemid=92
http://de.indymedia.org/2008/07/222414.shtml?c=on